Montag, 20. Juli 2015

Epilog



An Bord der "Ynneads baldiges Erwachen":

Die beiden Autarchen blickten nachdenklich auf jenen toten, schwarzen Felsbrocken, der einst die Welt Yestailli - von den Mon'keigh ... den Hoomans Laertes Vitium genannt - gewesen war.

In früheren Zeiten - vor vielen Zehntausenden von Jahren - hatte diese Welt schon mehrere Male eine wichtige Rolle gespielt. Neue Zeitalter, Bewegung und Veränderung hatten hier ihren Anfang genommen. Sei es der Beginn des Sieges gegen die Necrontyr - sei es der Beginn der Dekadenz, die zum traumatischen Absturz ihrer Spezies geführt hatte.

Und wiederum war diese Welt verwüstet und scheinbar bedeutungslos zurückgeblieben. Bis zum nächsten Mal.

Es war ein merkwürdiger Krieg gewesen. Zunächst hatte das Imperium ihr Kommen mit einer Mischung aus zur Schau gestellter Arroganz und Verachtung ... und irgendwie doch auch ehrlicher Freude begrüßt. Und als die Schlachten begannen, war Ihnen beiden plötzlich die Befehlsgewalt über den zentralen Frontabschnitt übertragen worden.

Was zunächst als ein Provisorium begonnen hatte, manifestierte sich rasch zu fester Realität. Offenkundig hatte der Seuchengott seinen verheerenden Atem über den imperialen Oberbefehlshaber ergossen, und ihm so die Stimme und Energie geraubt.

Also waren die beiden Autarchen erwählt worden. 
Und Sie hatten ihr Kriegsgeschick wieder und wieder so unter Beweis gestellt, dass sie sogar mit diesen lustigen Stoff&Wachsorden ausgezeichnet worden waren.

Autarch Xandar hatte sogar eine kristalline Träne des Imperators als Begrüßungsgeschenk erhalten.

Das Imperium hatte in der Zwischenzeit genügend Truppen herangeführt, um die Apokalyptische Flut von Ophelia VII fernzuhalten … zumindest vorübergehend. Seine Anführer hatten – in ihrer üblichen blinden Übertreibung - von einem großen Sieg gesprochen, der hier gegen den Feind errungen worden sei.

Die beiden Eldar wussten es besser. Denn sie hatten deutlich den magischen Ausbruch gespürt, der mit dem Ende so vieler Leben auf der Welt einhergegangen war. Und sie wussten, dass dies nur Eines bedeuten konnte – eine große, starke, mächtige dämonische Entität war hier entstanden. Es wird noch etwas Zeit vergehen, doch wenn der neue Chaosfürst erst einmal seine Pakte geschlossen, seine Kräfte gesammelt und seinen Angriff erneuert hat, wird das Imperium in einer noch gefährlicheren Lage sein als zuvor.

Also galt es, all dies ihren Völkern klarzumachen, auf das Sie wiederum bereitstünden, der nächsten Invasionswelle ins Imperium begegnen zu können.

So kehrten sie – tatsächlich in Frieden, und ohne jegliche neugierige Verfolger – auf ihre Weltenschiffe zurück.




Eurikles sah von seinem weißen, marmornen Thron auf sein neues Reich hernieder.

Monarchia.

 Du Perle des Glaubens. Du warst, und bist wieder das Ideal all jenes, das Lorgar Aurelian einst erschaffen hatte. Nun bist Du wieder. So schön wie damals … bevor Er uns Sein Wahres Gesicht zeigte, und die Natter Malcador mit dem Erzdiktator Guilliman alles vor unseren Augen zu Staub zerschlugen, und zu Asche verbrannten.

Und er betrachtete voller Stolz seine Theokratie, sah die marmornen Tempel und Monumente aufragen, und hörte all die wahren Gläubigen den Namen Lorgars neben dem seinen lobpreisen.

Eine weitere Emotion erwachte in ihm, und wahre … sentimentale … Freude durchströmte seinen veränderten Körper. Dabei schloss er die Augen.

Als dieses Gefühl wieder erloschen war, öffnete er wieder seine Augen.

Und sah seine schwarze, von gequälten Schreien, Gestank und Hässlichkeit erfüllte Dämonenwelt vor sich liegen. Und er hörte Lo’Ky‘s Stimme in seinem Kopf:

„Diesen Preis wirst Du Dir erst noch verdienen müssen, Eurikles der Gläubige…“

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